Vom 7. bis 10. August sollte das Anderewelt Festival in der Nähe von Kassel an der Fuldaschleife stattfinden, nun wurde das Festival wenige Stunden vor dem Start endgültig abgesagt. Bereits vor einigen Wochen hatte die Stadt Kassel die Genehmigung des Festivals “aufgrund erheblicher naturschutzrechtlicher Bedenken” abgelehnt, schon im September 2024 soll die Stadt den Organisator*innen außerdem mitgeteilt haben, dass es keine Genehmigung für 2025 geben würde. Die Veranstalter*innen waren gegen diesen Beschluss gerichtlich vorgegangen – allerdings ohne Erfolg.
Das Anderewelt Festival ist Deutschlands einziges Festival, das in einem Naturschutzgebiet stattfindet. Während der vergangenen Ausgaben sollen sich jedoch Besucher*innen sowie Mitarbeiter*innen in Schutzbereichen aufgehalten haben, ebenso sollen Plakaten Bäumen aufgehängt und Fahrzeuge widerrechtlich am Waldrand geparkt worden sein.
Trotz allem hatten die Veranstalter*innen den Kartenvorverkauf bis zuletzt anlaufen lassen und erst gestern Abend ein Statement zur Absage des Festivals veröffentlicht, in dem sie sich enttäuscht über den behördlichen Beschluss zeigen: “Wir haben gekämpft bis zuletzt, überzeugt von der Stärke unserer Argumente, vom gesellschaftlichen Wert unseres Projekts, von der Fairness der Sache. Wir waren siegessicher – nicht aus Leichtsinn, sondern weil wir glaubten, dass unsere Arbeit, unser Engagement, unsere Ideen gehört und gesehen werden würden.”
Ob und wann die Besucher*innen das Geld für die bereits gekauften Festivaltickets zurückerhalten, ist bislang nicht bekannt. Knapp 1000 Gäste wurden erwartet.




