Festivalfragen an

Donots

Ingo Knollmann von den Donots spricht über die Jausenstation im Tourbus, Crowdsurf-Versuchen auf Dixie-Klos und einen unvergesslichen Auftritt von Rage Against The Machine in unserer Kategorie “Festivalfragen an”.

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Foto: Donots (Foto: Danny Koetter)

Was darf im Tour-Reisekoffer auf keinen Fall fehlen?

Musik für die Buskoje, Joggingschuhe und eine Handheld-Konsole.

Welchen Gegenstand vergisst du immer wieder daheim?

Sehr gerne mal meinen Bühnengürtel – sehr zum Leidwesen des Publikums.

Und welchen Gegenstand verlierst du andauernd auf Tour?

Ich weiß nicht, wie oft ich mir schon neue Ladegeräte oder Kopfhörer zugelegt habe.

Was steht bei dir ganz oben auf der Catering-Wunschliste?

Frisch, gesund und vegetarisch/vegan. Den Rest regelt Kaffee.

Das Schlimmste, was du jemals im Festivalcatering gegessen hast?

Ein sogenannter Käse-Salat: Riesige Käsewürfel mit ein paar Gurkenstücken in Majo ertränkt.

Was ist der beste On-Tour-Snack?

Wir haben von der Antilopen Gang gelernt und nehmen im Bus immer eine eigene Jausen-Station mit: Einen Sandwich Grill mit diversen Zutaten und scharfen Saucen. Dafür steht der Purgen sogar manchmal nachts auf und dann hört man Ess-Geräusche aus seiner Koje.

Dixie-Klo – oder lieber drei Tage einhalten?

Dixie-Klo! Kann man hinterher auch super mitnehmen, um über’s Publikum zu surfen.

Was ist euer Pre-Show-Ritual?

Wir machen uns warm und schwören uns auf den mighty Knusperfelix ein. If you know, you know.

Alkohol vor dem Auftritt – yay oder no-go?

Ein oder zwei Bier zum warm werden. Aber ein letztes bisschen Kontrolle muss bleiben für maximale Unkontrolliertheit während der Show.

(Wie) hältst du dich fit auf Tour?

Ich gehe jeden Morgen joggen, egal, wie viele Gin Tonics der Abend vorher hergegeben hat. Das ist die perfekte Zeit, um wieder frisch zu werden, die Stimmbänder freizuhusten und einfach mal ein wenig bei sich selbst zu sein in all dem Tour-Trubel.

Was war eure mieseste Festival-Performance? Und wieso?

Ich erinnere mich an eine Show, bei der ich Geburtstag hatte und wir einigermaßen betrunken auf die Bühne gegangen sind. Das war unendlich mies, weil wir träge und unkonzentriert waren. Daher gab’s danach auch das ungeschriebene Gesetz, dass nur noch nach Shows geballert wird.

Und wie sieht eine bestmögliche Performance bei euch aus?

Wir lieben es, wenn Dinge passieren, die vorher nicht geplant waren und suchen fast schon nach solchen Momenten. Da kann’s dann auch mal sein, dass man während der Show Backstage einen Radlader sieht und sich den kurzerhand in den Circle Pit stellen lässt. Das sind jene Augenblicke, die Festivalshows für immer unsterblich machen, weil man sich ewig dran erinnert. Und wenn man solche Shows spielt, ist man davon selbst so euphorisiert, dass sich das meistens auch auf das komplette Publikum überträgt. Es sieht immer wieder irre aus, wenn zehntausende Menschen zu unseren Songs springen oder moshen.

Wann und wo war dein erstes privat besuchtes Festival?

Ich glaube, das dürfte ein Toten Hosen Festival auf der Loreley im Jahr 1990 oder so gewesen sein – mit den Vibrators, 999, Wreckless Eric und den UK Subs dabei.

Was ist dein liebstes Festival – aus Besucher*innen Sicht?

Was is’n das für eine Frage? Der DONOTS Grand Münster Slam natürlich! Sorry, isso, Leute.

Welche*n Künstler*in würdest du gerne mal im Backstage treffen?

Irgendetwas in mir schreit Henry Rollins und eine andere Stimme ruft gleich laut: Davor hab ich Angst!

Der beste Festivalauftritt (von einer anderen Band), den du je gesehen hast?

Rage Against The Machine zerlegen die Boxengasse bei Rock Am Ring fachgerecht zu Splitterholz. Mehr Energie mit weniger Brimborium drumherum geht nicht.