Festivalfragen an

Mia Morgan

In unserer Kategorie “Festivalfragen an…” berichtet Mia Morgan von Keimphobien, dem Kosmonaut Festival und von Geistern heimgesuchten Waldhütten.

Mia Morgan
Foto: Mia Morgan (Foto: Can Wagener)

Was darf im Tour-Reisekoffer auf keinen Fall fehlen?

Desinfektionsmittel.

Welchen Gegenstand vergisst du immer wieder daheim?

Meine Bluetooth-Box, und dann herrscht Stille im Backstage.

Und welchen Gegenstand verlierst du andauernd auf Tour?

Meine LaxVox Blubberschläuche, und die sind so teuer.

Was steht bei dir ganz oben auf der Catering-Wunschliste?

Die Mate von chariTea.

Das Schlimmste, was du jemals im Festivalcatering gegessen hast?

Wässrige, aufgetaute Tomatensoße über harten Nudeln, das war wie im Krankenhaus.

Was ist der beste On-Tour-Snack?

Vegane Proteinriegel!

Dixie-Klo – oder lieber drei Tage einhalten?

Mein Körper macht in dieser Hinsicht aufgrund meiner Keimphobie sowieso Betriebsferien auf Tour, da geht gar nichts, wenn, dann nur, wenn das Venueklo wirklich sauber ist, oder eben im Hotel.

Was ist euer Pre-Show-Ritual?

Eine große Umarmung, dann wird jeder einzeln umarmt mit einem guten Wunsch für den Abend!

Alkohol vor dem Auftritt – yay oder no-go?

Auch danach eher selten ein Go bei mir. Weil wenn einmal Go, gibt’s kein Stopp mehr.

(Wie) hältst du dich fit auf Tour?

Ich hab meinen Proteinshaker und mein Resistance Band dabei, aber meistens schlafe ich lieber die Stunde länger und zwischen Aufstehen und Bus Call ist allenfalls Zeit für ein paar Squats.

Was war eure mieseste Festival-Performance? Und wieso?

Nichts könnte je mein erstes Festival unterbieten, bei dem ich alleine an einer Weggabelung vor drei Ravern performt habe und in der Nacht aus der Waldhütte, in der meine beste Freundin und ich schlafen sollten, abgehauen bin, weil wir Angst hatten, sie würde von Geistern heimgesucht.

Und wie sieht eine bestmögliche Performance bei euch aus?

Ein Abend-Slot auf einem großen Festival vor Publikum, das Bock hat, im Sommer natürlich, und alles läuft nach Plan.

Wann und wo war dein erstes privat besuchtes Festival?

Das Open Flair, 2017, glaube ich. Da ich Camping und Dixis hasse, war ich wenn überhaupt immer nur für einen Tag auf einem Festival. Es ist praktisch, jetzt als Musikerin Festivals besuchen zu können, ohne wirklich die Besucher*innen-Experience machen zu müssen.

Was ist dein liebstes Festival – aus Besucher*innen Sicht?

Mir fehlt ganz doll das Kosmonaut-Festival. Das war von vorn bis hinten nur schön.

Welche*n Künstler*in würdest du gerne mal im Backstage treffen?

Vielleicht kann ich mich bei Rock am Ring und im Park mit Oli Sykes über sein veganes Restaurant unterhalten?

Der beste Festivalauftritt (von einer anderen Band), den du je gesehen hast?

Als ich 2019 das erste Mal seit langer Zeit Die Ärzte bei Rock im Park gesehen hab, das war, als ich selbst gerade angefangen habe, Musik zu machen, da hat sich mir erschlossen, warum diese Musik mir so viel bedeutet, und wie schön es ist, das mit tausenden Menschen zu teilen.